Mit seiner Ausdehnung von der Barnimer Feldmark im Norden über die Großsiedlung Hohenschönhausen bis hin zur Viktoriastadt und zum beschaulichen Karlshorst im Süden präsentiert sich Lichtenberg lebendig, kinderfreundlich und grün. Geht man einmal weit in der Geschichte Lichtenbergs zurück, landet man bei der alten Dorfkirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, die als einziger Siedlungsrest in ihren Grundmauern noch heute sichtbar ist und die das älteste Bauwerk des damaligen Dorfkerns war.


Auch wenn der heutige Bezirk Lichtenberg weit über die damaligen Dorfgrenzen hinausgeht, so lag sein Ursprung doch am Loeperplatz, unweit nördlich der Dottistraße gelegen. Daher spricht man auch zur Abgrenzung gegen die zahlreichen Neuansiedlungen von „Alt-Lichtenberg”. Zunächst ein kleiner, landwirtschaftlich geprägter Ort mit wenigen hundert Einwohnern, stieg die Einwohnerzahl auf Grund der einsetzenden Industrialisierung gegen Ende des 19. Jahrhunderts rapide um ein Vielfaches an, so dass dem Dorf 1907 das Stadtrecht verliehen wurde. Bei ihrer Eingemeindung nach Groß-Berlin 1920 galt die Stadt Lichtenberg als die am weitesten urbanisier- te Gemeinde des östlichen Umlandes und brachte eine hochentwickelte städtische Struktur nach Berlin ein. Heute zählt der Bezirk mehr als 265.000 Einwohner. Die aufkommende Industrialisierung machte Lichtenberg im 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort. Unternehmen wie Siemens & Halske, die Margarinewerke Berolina und die Norddeutsche Kugellagerfabrik sowie Betriebe der Nahrungsmittelindustrie gaben der Stadt ein Gesicht, damit einher ging die verkehrstechnische Erschließung nach modernen Bedürfnissen. Auch nach dem 2. Weltkrieg behielt der Bezirk durch das Wieder- anlaufen der Industrieproduktion und die Einrichtung mehrerer volkseigener Betriebe seine hohe Wirtschaftskraft. Umstrukturierungen nach der Wende und eine Neuausrichtung der Wirtschaft unter verstärkter Fokussierung auf den Dienstleistungs- und Tourismussektor sorgten für eine weitere Prosperität. Trotz aller Expansion des Wohnungsbaus und zahlreicher Projekte wie etwa Einkaufszentren, Passagen oder Einrichtungen der tourismusnahen Wirtschaft zieht sich durch Lichtenberg ein grünes Band der Erholung und Freizeit. Vom Barnim im Norden über das Spreeufer an der Rummelsburger Bucht bis hin zum im Sü- den gelegenen Karlshorst erstrecken sich Parks, Seen und Gärten. Im Regionalpark Barnimer Feldmark lässt sich hervorragend Rad fahren und wandern, und der größte Landschaftstiergarten Europas, der Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, zeigt über tausend verschiedene Tierarten. Sportlich Interessierte zieht es ins Sportforum, dem größten deutschen Olympiastützpunkt, im Hochseilgarten betätigen sich kletternde Freizeitsportler, und als Zuschauer gehen die Lichtenberger gerne zur Trabrennbahn Karlshorst, wo seit über hundert Jahren der Pferdesport gepflegt wird. Museen schlagen eine Brücke von unserer Vergangenheit in die Gegenwart, und das Theater an der Parkaue als Deutschlands größte Kinder- und Jugendbühne sowie Galerien stehen für die künstlerische und kreative Kompetenz des Bezirks. Wo Berlins zentraler Stadtteil Friedrichshain in den Bezirk Lichtenberg übergeht, liegt neben der nach Osten führenden Magistrale Frankfurter Allee die kleine Dottistraße, benannt nach dem früher dort ansässigen Grundbesitzer und Fab- rikanten Anton Dotti. Durch mehrere Buslinien, den S-Bahn-Ring mit einer nahegelegenen Station sowie zwei innerhalb weniger Minuten erreichbarer U-Bahn- Stationen ist eine hervorragende Verkehrsanbindung an die City und das östliche Umland gewährleistet. Warenhäuser, Geschäfte, sowie Kitas, Schulen und öffentliche Einrichtungen befinden sich in bequemer Nähe. Direkt an die Gebäude um das alte Postamt grenzt ein kleiner Park, etwas westlicher gelegen findet man gleich einen weiteren Park an der städtischen Bibliothek und am Rathaus des Bezirks Lichtenberg.